Coach e.V. Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migranten

Coach e. V.

Kölner Initiative für Bildung und Integration junger Migranten

Unser Leitbild

Coach e.V. berät, begleitet und fördert junge Menschen sowie Familien mit Zuwanderungsgeschichte (als die Kunden/Adressaten), um deren Partizipation an der Gesellschaft zu verbessern. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei ihrer Bildung und Integration zu unterstützen. Die Arbeit des Vereins ist geleitet vom Gedanken der Prävention. Schwerpunkte der Arbeit sind die Bereiche Beratung, Elternarbeit, bildungs- und themenorientierte Gruppenarbeit, Lernförderung, Sprachförderung, Berufswahlorientierung, Bewerbungshilfen sowie Kultur-, Sport- und Freizeitangebote.

Die Kinder und Jugendlichen der Familien, die an den Beratungs- und Bildungsangeboten des Coach e.V. teilnehmen, sind zwischen 12 und 21 Jahre alt, die Familien meist türkischer Herkunft.

Für den Erfolg unserer Arbeit ist es unverzichtbar, dass die Eltern aktiv beteiligt werden, wenn Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte in Schule und beruflicher Bildung gezielt gefördert werden sollen. Denn die Eltern sind ExpertenInnen für ihre Kinder und werden in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Daher sind Erfolg versprechende Problemlösungen für die Zukunft der Jugendlichen nur mit Beteiligung der Eltern zu entwerfen und zu realisieren. Insofern ist das systematische Ineinandergreifen von Angeboten der Jugend- und Elternarbeit als Qualitätsmerkmal des Konzepts des Coach e.V. besonders hervorzuheben.

Der Erfolg unserer Adressatinnen, der erfolgreiche Übergang von der Schule in den Beruf, sowie die gesellschaftliche und soziale Integration – und deren Zufriedenheit mit unseren Angeboten stehen für uns im Vordergrund.

Der Grundsatz der Niedrigschwelligkeit hat einen hohen Stellenwert für die Erreichbarkeit junger Menschen, die aufgrund ihrer bisherigen schulischen, beruflichen und persönlichen Biographie die Erfahrung gemacht haben, dass sie mit Anforderungen konfrontiert werden, die sie aufgrund ihrer aktuellen Situation nicht erfüllen oder verstehen können. Dies führt häufig dazu, dass sie sich zurückziehen und im Gefühl der Ausweglosigkeit ihrer Situation stecken bleiben.

Es wird ein vertrauensvoller, sanktionsfreier Ort geschaffen, an dem in positiver Weise mit Defiziten, wie zum Beispiel mangelnder Sprachkompetenz, umgegangen wird.

Mit dem Ansatz der Akzeptanz  individueller Lebensentwürfe hat der junge Mensch die Chance, die Erfahrung zu machen, dass eigene berufliche Ideen, Lebenskonzepte und Vorstellungen ernst genommen werden. Diese werden im Beratungs- und Begleitungsprozess besprochen und gemeinsam auf die Möglichkeit der Realisierung überprüft - unter Einbeziehung und Förderung der individuellen Ressourcen.

Es ist die Aufgabe der Berater, erforderliche Teilschritte zur Zielerreichung aufzuzeigen. Der junge Mensch wird dadurch in die Lage versetzt, selbst zu entscheiden, ob er/sie den ersten Schritt des Weges machen möchte oder ob eine Zielkorrektur oder Umorientierung ansteht. Dieses Vorgehen kann sich im Rahmen eines ggf. auch langzeitlich angelegten Begleitungsprozesses an jedem erreichten Teilziel wiederholen.

Die sozialpädagogische Beratung und Begleitung von jungen Menschen orientiert sich bei der Unterstützung zur Verselbständigung und der Vermittlung in Schul-, Ausbildungs- und Beschäftigungsangebote am Bedarf des jeweiligen Individuums.

 

Ziel ist die soziale Integration im Sinne der Förderung einer selbstständigen, und eigenverantwortlichen Lebensführung unter Berücksichtigung von individuellen Lebensentwürfen. Dies soll erreicht werden durch:

  • die Stabilisierung und Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
  • Die Fähigkeit, eigene Interessen und Ressourcen benennen und vertreten zu können
  • sich selbst helfen und Hilfe annehmen können,
  • den Mut, sich Schwächen einzugestehen und konstruktiv mit ihnen umzugehen,
  • die Befähigung zu einem Leben unter Einhaltung der Regeln und Vorgaben des öffentlichen Lebens sowie
  • die Fähigkeit zur Reflexion der eigenen Situation und die eigenständige Einleitung konstruktiver Handlungsschritte.
  • die Förderung von Kompetenzen:
  • Förderung der Lerntechniken und der Selbstlernkompetenz,
  • Erweiterung berufsbezogener Kenntnisse und Praxiserfahrungen
  • Erweiterung des Sprachschatzes und Verbesserung der SprachfertigkeitKenntnisse über Anforderungen an die Selbstpräsentation im Bewerbungsverfahren
  • die Fähigkeit zur Anwendung aktueller Standards bei Bewerbungen sowie
  • die Erweiterung und Förderung interkultureller und sozialer Kompetenzen.

Lernen bezeichnen wir als gelungen, wenn unsere Kunden zum Einen mit dem Gelernten nach eigenen Aussagen zufrieden sind und das gewonnene Wissen für ihre weiteren persönlichen oder beruflichen Vorhaben erfolgreich einsetzen können. Zum Anderen gelingt Lernen, wenn sich unsere Kunden mit ihren Lerngruppen, ihrem Lernraum sowie ihrem speziellen Lebensraum verbunden fühlen, dadurch motiviert am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können und in uns den kompetenten Partner für ihre nachhaltige private und berufliche Entwicklung sehen, so dass sie uns wieder aufsuchen. Die Professionalität seiner Arbeit sichert Coach e.V. u.a. durch die Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Köln. Der Verein steht im intensiven Fachaustausch mit Prof. Dr. Josef Freise, der dort im Lehrgebiet Wissenschaft und Konzepte Sozialer Arbeit insbesondere im Bereich der interkulturellen und interreligiösen Arbeit tätig ist. Coach e.V. verfolgt ein geschlechtsdifferenziertes und gendersensibles Konzept und hat entsprechende Kompetenzen. So wird in der Jugendarbeit nicht nur in gemischten Gruppen, sondern auch in Jungen- und Mädchengruppen gearbeitet. Das gilt in ähnlicher Weise für die Elternarbeit: Einerseits nahmen an den Elternseminaren Mütter und Väter überwiegend zusammen teil, andererseits gibt es bereits spezielle Angebote jeweils nur für Mütter und Väter. Durch die Zusammensetzung des Teams von Coach e.V. verfügen wir über vielfältige interkulturelle und interreligiöse sowie mehrsprachige Kompetenzen. Unsere Kunden erwarten professionelles Handeln. Daher fördern wir die Fähigkeiten unserer Mitarbeiter durch die regelmäßige Teilnahme an Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie durch Personalentwicklung.

© Copyright 2013 Coach e.V.

Kontakt

Coach e.V., Oskar-Jäger-Str. 139, 50825 Köln-Ehrenfeld
Tel. 0221-5 46 56 25, info@coach-koeln.de

Zur Anfahrtsskizze