
Der Coach e.V. berät, begleitet und fördert junge Menschen sowie Familien mit Zuwanderungsgeschichte, um deren Partizipation an der Gesellschaft zu verbessern. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, insbesondere junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte bei ihrer Bildung und Integration zu unterstützen. Die Arbeit des Vereins ist geleitet vom Gedanken der Prävention.
Schwerpunkte der Arbeit sind die Bereiche Beratung, Elternarbeit, bildungs- und themenorientierte Gruppenarbeit, Hausaufgabenhilfe, Sprachförderung, Berufswahlorientierung, Bewerbungshilfen und Freizeitangebote.
Aus den langjährigen Erfahrungen aus verschiedenen Projekten der Jugendarbeit entstand die Konzeption des Coach e.V. Nach der Gründung des Vereins im Jahr 2004 durch Mustafa Bayram, Christian Gollmer und einigen Kollegen sowie den ersten Projekten im Jahr 2006 werden die Angebote in einer anerkannten Beratungsstelle der Stadt Köln und des Landschaftsverbandes Rheinland sowie als Projektträger der interkulturellen Elternarbeit weitergeführt.
Die Kinder und Jugendlichen der Familien, die an den Beratungs- und Bildungsangeboten des Coach e.V. teilnehmen, sind zwischen 12 und 21 Jahre alt, die Familien meist türkischer Herkunft. Zurzeit erreicht der Verein mit seinen Angeboten ca. 250 Familien.
Damit Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte in Schule und berulicher Bildung gezielt gefördert werden können, ist es unverzichtbar, dass die Eltern aktiv beteiligt werden. Denn die Eltern sind Expertinnen und Experten für ihre Kinder und werden von uns in ihrer Erziehungskompetenz gestärkt. Insofern ist das systematische Ineinandergreifen von Angeboten der Jugend- und Elternarbeit als Qualitätsmerkmal des Konzepts des Coach e.V. besonders hervorzuheben.
Während der Elternseminare und in der Elternberatung des Coach e.V. werden Themen behandelt wie:
1. Schularten und Schulsystem in Deutschland
2. türkische und deutsche Erziehungsziele, -stile und -institutionen im Vergleich
3. Förderung der Lernkompetenz durch Lernen lernen
4. Modell des Übergangs von der Schule in den Beruf
Für diese Arbeit erhielt der Vorstandsvorsitzende des Coach e.V., Mustafa Bayram, im November 2007 den Freiherr-vom-Stein-Preis für gesellschaftliche Innovation 2007, den die Alfred Töpfer Stiftung, die Stiftung Mitarbeit und die Humboldt-Universität zu Berlin gemeinsam vergeben. Mit diesem Preis werden Menschen ausgezeichnet, die sich mit Initiative, Risikobereitschaft, Ausdauer, Kreativität und Weitsicht selbstlos für das Gemeinwohl einsetzen. Ausgezeichnet wurde der Coach e.V. wegen seiner konsequenten Elternbeteiligung und der Verbindung von Jugendsozialarbeit, Bildungs- und Elternarbeit, durch die die Jugendlichen politisch, sozial und persönlich handlungsfähig werden sollen. Dazu hieß es in der Preisverleihung: »Die jungen Menschen lernen sich selbst neu kennen – als aktiven Teil dieser Gesellschaft!«
Die Professionalität seiner Arbeit sichert Coach e.V. u.a. durch die Zusammenarbeit mit der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Köln. Der Verein steht im intensiven Fachaustausch mit Prof. Dr. Josef Freise, der dort im Lehrgebiet Wissenschaft und Konzepte Sozialer Arbeit insbesondere im Bereich der interkulturellen und interreligiösen Arbeit tätig ist. Prof. Freise begleitet und berät die Vereinsarbeit mit seinen Fachkompetenzen. Darüber hinaus ist Mustafa Bayram Lehrbeauftragter an der Katholischen Hochschule Köln und führt gemeinsam mit Prof. Freise Seminare und Tagungen
zum Thema interkulturelle und interreligiöse Kompetenzen durch.
Im Rahmen vielfältiger Fachtagungen, -konferenzen und Fortbildungen wurde und wird das Konzept deutschlandweit vorgestellt. Durch den intensiven Fachaustausch mit Kollegen/-innen, Multiplikatoren/-innen, Lehrern/-innen, Sozialarbeitern/-innen entwickeln wir unser Konzept stetig weiter.
Der Coach e.V. verfolgt ein geschlechtsdifferenziertes und gendersensibles Konzept und hat entsprechende Kompetenzen. So wird in der Jugendarbeit nicht nur in gemischten Gruppen, sondern auch in Jungen- und Mädchengruppen
gearbeitet. Das gilt in ähnlicher Weise für die Elternarbeit: Einerseits nehmen an den Elternseminaren Mütter und Väter teil, andererseits gibt es besondere Angebote jeweils nur für Mütter und Väter. Zukünftig wird die Angebotspalette der Elternarbeit um neue Konzepte der Mütter- und Väterarbeit ergänzt.
Das Team des Coach e.V. verfügt über vielfältige interkulturelle und interreligiöse sowie mehrsprachige Kompetenzen. Diese umfangreichen Ressourcen im Umgang mit Differenzen spiegeln sich wider im leitenden Grundprinzip der Arbeit des Coach e.V.: Das Gesamtteam des Vereins und die Teams der Mitarbeitenden in den jeweiligen Teilprojekten und Arbeitsbereichen sind möglichst interkulturell und geschlechtsdifferenziert zusammengesetzt.
Einen ersten Eindruck von der Arbeit des Coach e.V. können Sie sich anhand der etwas weiter unten verlinkten Video-Datei machen. Das Video ist ein Auschnitt aus dem Film "Interkulturelle Elternarbeit in Köln" von Besime Atasever, der 2007 im Auftrag des Schulamtes der Stadt Köln entstand. Der Film porträtiert fünf interkulturelle Zentren in Köln, die im Rahmen des EU-Projektes EQUAL "Übergangsmanagement Schule-Beruf" gemeinsam neue und effektive Formen der schulbezogenen Elternarbeit entwickelt und erfolgreich erprobt haben.
Der Ausschnitt zeigt ausschließlich den Beitrag zum Coach e.V. und ist in der Qualität stark reduziert. Wenn Sie Interesse an dem gesamten Film in DVD-Qualität haben, dann können Sie ihn schriftlich über uns anfordern. Fügen Sie dazu bitte einen mit 1,45 € frankierten Rückumschlag im Format C5 Ihrer Anfrage bei. Der Film selbst ist kostenlos.
Video über die Arbeit des Coach e.V.:
zum Download:
Video Coach [5,8 MB - Format: wmv]
als stream:
Stream Coach [beim Videoportal Youtube]
Coach e.V., Oskar-Jäger-Str. 139, 50825 Köln-Ehrenfeld
Tel. 0221-5 46 56 25, info@
coach-koeln.de, www.coach-koeln.de
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